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Im Fokus – Die wichtigsten Mais-Schädlinge: Der Maiswurzelbohrer

Maiswurzelbohrer im Maisfeld

Ist er schon in Ihrem Maisfeld?

In unserer Reihe: „Im Fokus“ durchleuchten wir die wichtigsten Krankheiten und Schädlinge im Mais. Diese Woche reden wir über den Maiswurzelbohrer.

Weltweit zählt der Westliche Maiswurzelbohrer (Diabrotica virgifera virgifera) zu den wirtschaftlich bedeutendsten Maisschädlingen. Und fest steht: Der Maiswurzelbohrer breitet sich schnell aus. Wo genau ist er momentan zu finden? Wie breitet er sich aus? Wo hat er seinen Ursprung?

Ursprung

Sein Ursprung liegt in Mittelamerika. Bereits nach kurzer Zeit hat er sich in Nordamerika und Kanada ausgebreitet. In Europa ist er seit den 90er Jahren zu finden. Erst in Osteuropa, seit 2007 in Deutschland.

Steckbrief

Der Westliche Maiswurzelbohrer (Diabrotica virgifera), ist eine Käferart aus der Familie der Blattkäfer. Er wird spaßeshalber auch Milliarden-Dollar-Käfer genannt, da er in den USA schon seit Jahrzehnten große Ertragseinbußen und Bekämpfungskosten beschert. Jährlich gehen dort circa 10 Prozent der Ernte auf Kosten des Maiswurzelbohrers.

Er ist circa 5-7 mm lang. Der Kopf ist dunkel, sein Halsschild ist gelb bis rot. Seine Beine sind entweder gelb oder dunkel. Die Deckflügel haben meist drei dunkle Längsstreifen. Die Männchen sind etwas kleiner als die Weibchen und sind etwas dunkler.

Ab Juni fliegen die Käfer bis in den Oktober hinein. Ein Weibchen kann bis zu 500 Eier ablegen. Die ovalen, beigefarbenen Eier sind nur etwa 0,6 mm groß und werden in einer Tiefe von 5-20 cm im Boden von Maisfeldern platziert.

Die für die weitere Entwicklung notwendige Winterruhe verbringt der Maiswurzelbohrer im Eistadium im Boden, bevor im nächsten Jahr die Larven schlüpfen.

Den meisten Schaden richten die Larven des Käfers an. Denn im Folgejahr fangen sie ab Juni an Maiswurzeln zu fressen. Besonders in trockenen Jahren ist das fatal. Die Pflanzen können durch den Trockenheitsstress nur wenig neue Wurzeln nachbilden.

Vorkommen und Verbreitung in Deutschland

Der Käfer ist ein Fruchtfolgeschädling; dabei konzentrieren sich die Schäden vor allem in Regionen mit einem Maisanteil von über 50% in der Fruchtfolge. Am stärksten vertreten ist der Maiswurzelbohrer in warmen Regionen, wo Körnermais angebaut wird. Das sind in Deutschland Gebiete entlang der Donau und am Oberrhein. Der Schädling verbreitet sich über die Fracht in Schiffen, Lkws und Bahn. Außerdem ist der Käfer fähig bis zu 20 km weit zu fliegen. So kann er in kürzester Zeit seine Gebiete vergrößern.

Der Schädling verbreitet sich auch in entlegenen Gebieten. So wurden Maiswurzelbohrer auch im Rheingraben gesichtet, als auch in der Baar, entlang des Hochrheins und im Bodenseegebiet. Die stark befallenen Areale werden jedes Jahr um 40 bis 80 Kilometer erweitert. Die natürliche Ausbreitung in Europa lässt sich nach heutiger Einschätzung nicht mehr aufhalten, nur noch verzögern.

Einen Befall erkennen

Das Gefährliche am Maiswurzelbohrer ist, dass Schäden in den Maisbeständen erst bei einem sehr hohem Befall zu beobachten sind. Wird das jedoch abgewartet, ist es meist zu spät, um den Schädling noch wirkungsvoll zurückzudrängen.

Als Folge der Fraßschäden an den Wurzeln können die Maispflanzen nur noch geringere Mengen an Nährstoffen sowie Wasser aufnehmen. Woraufhin es zum „Gänsehalswuchs“ kommen kann. Bei ausreichender Wasser- und Nährstoffversorgung werden neue Wurzeln gebildet, wodurch sich die geschädigten Pflanzen wieder aufrichten können.

Die Stängel bekommen jedoch eine gekrümmte Form, den sogenannten Gänsehals. Befallene Maispflanzen lassen sich leicht aus der Erde ziehen und können bei Starkbefall auch Umkippen (Lager).

Auch die Käfer richten einen nicht zu verachtenden Schaden an. Fressen sie während der Maisblüte an den Narbenfäden der Kolben, so wirkt sich dies auf die Befruchtung und letztendlich auf die Kornausbildung aus. Die Erträge können sich dadurch erheblich verringern. Im Vergleich zu den Larven sind die durch den Käfer verursachten Schäden geringer.

Die Schadschwelle liegt bei einem Käfer je Pflanze. Nach Studien des Julius-Kühn-Instituts sind ökonomische Schäden schon nach vier Jahren bei 100 Prozent Maisanteil oder nach sieben Jahren bei 75 Prozent Maisanteil in der Fruchtfolge zu erwarten.

Fangzahlen in Pheromonfallen

Mit Pheromonfallen ermittelt der Pflanzenschutzdienst die Zahl männlicher Diabrotica-Käfer zwischen Juli und September. Sie sind ein gutes Mittel zur Feststellung der Verschleppung des Schädlings.

Im Jahr 2016 wurden im südbadischen Oberrheingraben noch 51 Käfer je Falle gefangen. Im Jahr 2020 waren es bereits 367 Käfer. Die Zahlen scheinen sich aber auf diesem hohen Niveau stabil zu halten. Auch in den nordbadischen Kreisen Rastatt und Baden-Baden wurden 2019 und 2020 je 83 Käfer pro Falle gefangen. 

Gegenmaßnahmen

Anfangs war der Maiswurzelbohrer ein Quarantäneschädling, was aber seit 2014 nicht mehr gültig ist. Um aber künftig die Käferzahlen niedrig zu halten und damit ein geringes Schadrisiko sicherzustellen, wird von der amtlichen Pflanzenschutzberatung die Einhaltung einer Fruchtfolge von maximal zweimal Mais in drei Jahren dringend empfohlen. Diese Regelung besteht bis einschließlich 2022.

Da der Käfer den überwiegenden Teil seiner Eier in bestehende Maisfelder ablegt und sich diese nur entwickeln können, wenn im Folgejahr wieder Mais angebaut wird, ist die wirksamste Maßnahme der Anbau einer Nicht-Wirtspflanze. Dazu gehören etwa Getreide, Soja oder Kartoffeln.

Das Einhalten einer Fruchtfolge ist mit einem Wirkungsgrad von über 90 Prozent wesentlich wirksamer als der Einsatz eines Pflanzenschutzmittels. So ist es ratsam gemeinschaftlich zu handeln und die Fruchtfolgen einheitlich mit dem Nachbarn abzustimmen.

Das Einhalten der Fruchtfolgen wird seit 2019 kontrolliert und als CrossCompliance-Verstoß sanktioniert.

Pflanzenschutzmittel

Ist es nicht möglich diese Fruchtfolge einzuhalten, sollte man in maisintensiven Gebieten auf Flächen, wo im zweiten Jahr hintereinander Mais angebaut wird, die Larven bekämpfen.

Allerdings gibt es seit 2013 kein zugelassenes Beizmittel mehr. Es gibt in Deutschland auch keine anderen zugelassenen Insektizide gegen den Maiswurzelbohrer. 

Zugelassen ist ein biologische Produkt namens „Dianem“, das die Larven des Maiswurzelbohrers mit Hilfe von Nematoden bekämpft. Die Nematoden sollte man mit mindestens 200 Litern Wasser je Hektar direkt in die Saatfurche ausbringen.

Die Sämaschine muss dazu mit speziellen „Injektionsscharen“ ausgestattet werden. Außerdem muss man einen Behälter mit einem ständig laufenden Rührwerk mitführen. Aufgrund der Kosten und des Aufwandes für den Umbau sollten solche Maschinen überbetrieblich eingesetzt werden.

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