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Was kommt auf uns Landwirte zu? Der Bericht der Zukunftskommission Landwirtschaft.

Zukunft der Landwirtschaft

Ein 31-köpfiges Team aus den Bereichen Landwirtschaft, Umwelt- und Tierschutz, Verbraucherschutz, Handel und Wissenschaft bilden die Zukunftskommission Landwirtschaft. Sie haben sich damit auseinandergesetzt, wie die Sektoren Agrarwirtschaft, Umwelt und Ernährung in Zukunft aussehen könnten.

Die zentrale Frage musste geklärt werden: Wie können Landwirtschaft und Ernährung noch nachhaltiger werden? Was bedeutet das für uns Landwirte? Ist der Bericht die Antwort auf die Bauernproteste? Hier sind die wichtigsten Infos zusammengefasst.

Welche Ziele verfolgt die Zukunftskommission Landwirtschaft?

Die Kommission wurde im Sommer 2020 gegründet unter der Leitung von Prof. Dr. Peter Strohschneider, einem Germanistikprofessor. Gezielt wurde hier ein Fachfremder eingesetzt, der die Aufgabe hatte zwischen den kontroversen Parteien unvoreingenommen zu vermitteln. Keine einfache Aufgabe, weil alle Beteiligten vollkommen hinter dem finalen Ergebnis stehen sollten.

Ziel war es, der Politik eine einheitlich vertretbare Empfehlung zu geben, wie eine nachhaltigere Landwirtschaft in Deutschland zukünftig möglich sein soll. Mittlerweile wurde der einstimmig formulierte Abschlussbericht an die Bundeskanzlerin übergeben. Der Bericht ist nicht rechtsverbindlich. Aber alle Mitglieder der Zukunftskommission haben sich verpflichtet zu helfen, dass die Grundzüge der Vereinbarung in der nächsten Koalition zu einem verbindlichen Gesellschaftsvertrag aufgenommen und formuliert werden.

Warum nicht so weitermachen wie bisher?

Die Kommission stellt klar, dass die fortschrittliche Landwirtschaft der Gesellschaft einen gewissen Wohlstand ermöglicht hat. Allerdings wurden dabei von allen Seiten die Nutzung von Umwelt, Tier und Klima überstrapaziert.

Viele Landwirte können in diesem Konstrukt und unter diesen Voraussetzungen nicht mehr ökologisch und ökonomisch wirtschaften. Hinzu kommt, dass oftmals die gesellschaftliche Akzeptanz und Wertschätzung unserer Arbeit fehlt.

Es muss sich etwas ändern und das geht nur mit einem Konsens, der von allen Seiten akzeptiert und auch finanziert wird. Und deshalb wurde die Zukunftskommission gebildet.

Betriebswirtschaftlich machbar, ökologisch verantwortlich und sozial akzeptabel?

Wer jetzt rot sieht, sollte sich langsam wieder beruhigen. Denn die Zukunftskommission empfiehlt, beziehungsweise drängt auf eine gemeinschaftliche Lösung, die die Landwirte und Landwirtinnen nicht allein bewältigen sollen. Dabei geht es nicht um Regeln und Verbote, sondern um ein Umdenken in der Gesellschaft.

Das beinhaltet nicht nur Wertschätzung und Finanzierung, sondern auch das gemeinschaftliche Ziel die Klimaerwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen. Hinzu kommen die Ziele Europas im Agrarsektor bis 2035 klimaneutral zu sein. Bereits 2030 sollen die Treibhausgasemissionen um 55 Prozent gegenüber 1990 sinken. Das steht im kürzlich vorgestellten Gesetzespaket „Fit für 55“.

Die Mitglieder der Kommission haben sich darüber verständigt, dass ein Erreichen dieser Ziele nur möglich sei, wenn in Zukunft weniger Tierisches gegessen und getrunken wird. Eine stärker pflanzlich orientierte Ernährung bedeutet im Gegenzug eine Verringerung der Tierbestände. Aber auch eine hochwertige Fleischqualität.

Die Zukunftskommission geht davon aus, dass durch ihre Vorschläge die Produktivität der Landwirtschaft sinkt und die Kosten steigen. Das bringt die Frage auf, wie das ausgeglichen werden soll.

Die Lösung benennt die Kommission sehr konkret. Die Finanzierung benötigt zum einen Fördergelder, aber auch eine Überstützung durch Verbraucher und Lebensmittelmärkte. Lebensmittelpreise sollen die tatsächlichen Produktionskosten in Zukunft wieder besser abbilden.

Prozess- wie Produktqualitäten sollen dadurch wieder mehr Gewicht bekommen gegenüber bloßem Mengenwettbewerb. Die erworbenen Gelder aus der hochwertigen Landwirtschaft müssen dabei direkt an den Landwirt übermittelt werden.

Im Gegenzug soll der Verbraucher mehr Transparenz durch verständliche und verbindliche Kennzeichnungssysteme erhalten. Einkommensschwäre Haushalte soll ein sozialer Ausgleich in Aussicht gestellt werden. Ziel ist eine gesündere Bevölkerung. Ergo: Refinanzierung durch Einsparungen im Gesundheitswesen.

Ausschlaggebend ist auch eine verbesserte Außenhandelspolitik, die einen guten Wettbewerb für die deutsche Landwirtschaft ermöglicht. Das bedeutet auch eine neue Gesetzgebung zu Einfuhren aus wirtschaftlich und sozial benachteiligten Ländern, etc. 

Vereinbarkeit und Weiterentwicklung der GAP

Die Zukunftskommission geht ebenso auf die Gemeinsame Agrarpolitik, kurz GAP, ein. Sie schätzt sie als maßgeblich ein, um zum einen ein nachhaltiges Ernährungssystem zu erhalten. Und zum anderen, um landwirtschaftliche Betriebe ökologisch zu unterstützen, um diese Ziele auch zu erreichen.

Dazu empfiehlt sie die Direktzahlungen aus der 1. Säule der GAP im Laufe der kommenden zwei Förderperioden schrittweise, aber vollständig in ergebnisorientierte Zahlungen umzuwandeln. Das bedeutet, dass die Auszahlungen an Landwirte stärker an Bedingungen geknüpft werden.

Eine Empfehlung der Kommission ist, dass Konditionalitäten, also die Bedingungen, die an die Zahlungen geknüpft sind, abgebaut werden. Der Anteil der Eco-Schemes soll nach und nach erhöht werden.

Übergangsregelungen und Lösungsideen zur Erreichung gesellschaftlicher Ziele sollen gefördert werden. Betriebswirtschaftliche Anreize zu der Umsetzung der Eco-Schemes sollen von der Politik stärker geschaffen werden.

Kosten der Agrarwende

Die entstehenden Kosten werden ebenso benannt. So veranschlagt die Kommission zur Umsetzung einen Betrag von 5 bis 8 Milliarden jährlich.

Im Einzelnen werden Kosten anfallen für den Verzicht auf Pflanzenschutz, das Anlegen von Hecken, Gehölzen und Brachen, die vollständige Umsetzung der Naturschutzrichtlinien der EU, die Renaturierung von Moorlandschaften.

Außerdem soll der Ökolandbau auf 20 Prozent ausgeweitet werden. Das Tierwohl, sowie Bewertungs- und Zertifizierungssysteme von Artenvielfalt, Biodiversität, Tierwohl und Nachhaltigkeit sollen gefördert werden. Das Ziel: ein Markt für nachhaltigere Lebensmittel.

Diesen Kosten gegenüber stehen gegenwärtig Kosten aus Umweltschäden, die sich auf circa 40 Milliarden Euro pro Jahr belaufen werden. Diese Summen entstehen beispielsweise durch Luftschadstoffemissionen, Wasserbelastungen sowie Bodendegradation.

Dabei sind Verluste von Biodiversität, der Vielfalt von Arten, Genen und Lebensräumen und den damit verbundenen Verlust von Ökosystemleistungen, noch nicht berücksichtigt.

Aber dadurch erhöhen sich die dann erhöhen sich die Kosten der Landwirtschaft um geschätzte weitere 50 Milliarden Euro. Danach verursacht die deutsche Landwirtschaft externe Kosten von mindestens 90 Milliarden Euro pro Jahr. Wenn es so weitergehen würde wie bisher.

Um diese Kosten auszugleichen, müssten künftige Lebensmittelpreise steigen. Konkret bedeutet dies: Der Preis für ein Kilogramm Rindfleisch müsste etwa fünf- bis sechs-mal so hoch ausfallen wie momentan. Andere tierische Produkte wären zwei- bis vierfach so teuer. Im Gegensatz dazu fallen die Preisaufschläge für pflanzliche Produkte geringer aus.

In den oben genannten Kosten fehlen allerdings Kosten im Sozial- und Gesundheitssystem, die durch Fehl- und Mangelernährung entstehen. Die Folgekosten aufgrund von Fehlernährungen werden nach wissenschaftlichen Studien erheblich sein (z. B. Adipositas).

Klar ist, dass nicht alle Kosten vom Staat getragen werden können. So könnten beispielsweise Klimaschutzkosten zur Wiedervernässung von Mooren durch Dritten (z. B. anderen Wirtschaftssektoren) getragen werden.

Fazit

Zukünftig soll die Landwirtschaft noch mehr zum Umwelt-, Natur- und Tierschutz beitragen. Durch regenerative Landnutzung soll die Gesundheit der Menschen und Tiere sowie die Qualität des Wassers, der Böden und der Luft erhalten und verbessert werden. Dies sind die oberen Ziele.

Allerdings steht fest, wenn alles beim Alten bleiben würde, dann würde dies zu erheblichen Problemen im Bereich der Biodiversität führen. Einhergehend mit der Abwanderung von landwirtschaftlichen Betrieben aus Deutschland und hohen Umwelt- und Gesundheitskosten.

Die Reform einer Gemeinsamen Agrarpolitik ist dabei wegweisend und muss laut Kommission konsequent verfolgt werden. Dabei sind Zahlungen nicht mehr an die Fläche gekoppelt, sondern an die Bewirtschaftung, also an Umweltleistungen.

Dazu sind Gelder in Höhe von 1,5 bis 4,5 Milliarden Euro zusätzlich pro Jahr nötig. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass sich besonders tierische Lebensmittel verteuern. Denkbar wäre hier auch eine Tierwohlabgabe. Für diejenige mit geringerem Einkommen ein sozialer Ausgleich geschaffen werden.

Ganz einfach wird das nicht. Vor allem, weil bisher nicht Nägel mit Köpfen gemacht wurden. Das Warten auf die neue Koalition birgt die Gefahr, dass der Bericht der Zukunftskommission Landwirtschaft in einer Schublade verschwindet.

Ein Zeit- sowie Kostenplan müsste allerdings jetzt schon geschaffen werden, damit die ambitionierten Ziele auch fristgerecht erreicht werden können.

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