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Wie Sie Mais erfolgreich vor Krankheiten schützen

Mais Krankheiten

Mais während der Vegetation gesund halten

Mais zählt hierzulande zu den wichtigsten Kulturpflanzen. Dementsprechend wichtig ist es für Landwirte, diesen während der Vegetationsperiode gesund zu erhalten.

Schließlich liefert nur ein gesunder Bestand hohe Erträge und sichert wirtschaftlichen Erfolg. In den vergangenen Jahren haben sich allerdings Maiskrankheiten erheblich verbreitet.

Zahlreiche Unkräuter und Schädlinge bedrohen dabei die Maispflanzen. Besonders wichtig ist es, Mais effektiv insbesondere vor Turcicum-Blattdürre und Fusarium-Befall zu schützen bzw. richtig darauf zu reagieren. Die Landwirtschaftskammer NRW hat dazu einige Tipps und Hinweise parat.

Turcicum-Blattdürre und andere Blattkrankheiten bei Mais

Mais-Blattkrankheit wie Turcicum-Blattdürre oder die Augenfleckenkrankheit rufen bei frühem Befall erhebliche Ertragseinbußen hervor.

Das gilt ganz besonders bei der Turcicum-Blattdürre.

Das bedeutet: Treten die Symptome der Blattkrankheit bereits im Juli bei warmer und feuchter Witterung auf, ist ein intensiver Befall zu befürchten.

Extrem große Ertragsverluste sowie eine komplette Zerstörung des Blattapparats sind dabei eher selten. Dennoch treten sie in Extremfällen auf.

Geschieht ein solcher Extremfall, sind Kornertragsverluste von zwischen 2 und 3 t/ ha denkbar.

Treten Blattkrankheiten wie die Turcicum-Blattdürre hingegen erst Mitte September auf, sind kaum Ertragsverluste anzunehmen.

Trotzdem bringt der Spätbefall Probleme für die Folgesaison mit sich.

Schließlich überwintert der Pilz auf gelagertem Maisstroh und sorgt im nächsten Frühjahr für eine Neuinfektion – das gilt zumindest dann, wenn die vorherrschenden Witterungsbedingungen für den Pilz günstig sind.

Fungizide gegen Blattkrankheiten

Aktuell sind zur Bekämpfung von Blattkrankheiten zwei Fungizide zugelassen. Ab einer Wuchshöhe von 120 Zentimetern und bis zur Vollblüte ist das zum einen Retengo Plus.

Dieses Fungizid lässt sich in einer Menge von 1,5 l/ha anwenden. Zum anderen ist bis zum Blühende auch Quilt Xcel mit einer Menge von 1 l/ha verwendbar.

Beide Produkte sind unter Beachtung der Warndienst- und Beratungsinformationen gegen Blattkrankheiten einsetzbar.

Bei der Anwendung der Produkte gegen Turcicum ist ein Wirkungsgrad von bis zu 75 Prozent erwartbar.

Erfolgt die Anwendung allerdings sehr früh, ist der Wirkungsgrad durch die eingeschränkte Wirkungsdauer geringer. Bessere Ergebnisse stellen sich dann ein, wenn eine spätere Anwendung ungefähr zur Blüte stattfindet.

Selbstverständlich ist dennoch wichtig, dass eine Behandlung zeitlich nahe der Infektion erfolgt.

Ist eine Fungizid-Behandlung gegen Blattkrankheiten immer sinnvoll?

Ratsam ist eine Blattkrankheiten-Behandlungen prinzipiell nur dann, wenn sie zeitnah zur Erkrankung stattfindet.

Das bedeutet: Sie ist durchzuführen, sobald sich erste Anzeichen der Turcicum-Blattdürre zeigen. Möglich sind Behandlungen außerdem spätestens bis zum Einsetzen der Blüte. Ist bis zum Blütezeitpunkt kein Erstbefall aufgetreten, ist eine spätere Behandlung nicht sinnvoll.

Schließlich sind bei einem Spätbefall regelmäßig keine oder kaum Mindererträge zu erwarten.

Insgesamt kommen Blattkrankheiten auf leichteren Standorten mit hohen Maisanteilen häufiger vor.

Bei Infektionswitterung ist Mais hier stärker gefährdet. Selbst dann sind Fungizid-Behandlungen aber erst zu erwägen, wenn sich der Befall offensichtlich ausbreitet.

Erst wenn ein Erstbefall vieler Schlägen auftritt, ist die Behandlung notwendig.

Das bedeutet aber nicht, dass eine Behandlung immer und bei jedem Befall nötig ist. Tritt ein Befall auf, sind aber nur einige Schläge betroffen, ist ein Fungizid-Einsatz beispielsweise nicht immer nötig. Vielmehr kommt es auch auf Witterung und Krankheitstoleranz der jeweiligen Maissorte an.

Um die Behandlungsnotwendigkeit generell zu bewerten, lässt sich sagen: Ist bis zur Blühphase kein Blattkrankheiten-Erstbefall aufgetreten, ist auf den Fungizideinsatz zu verzichten.

Außerdem können Blattbehandlungen in wenig befallenen Beständen Mindererträgen hervorrufen. Auch hier lohnt sich ein Fungizideinsatz daher nicht.

Fusarium-Befall bei Mais

Die wichtigste Krankheit, die Mais befällt, ist zweifelsohne Fusarium. Die Krankheit ruft eklatante Qualitätsprobleme des Ernteguts hervor.

Passiert das und weisen einzelne Partien hohe Toxinwerte auf, ist der erzeugte Körnermais quasi unbrauchbar. Nur wenn sich die Toxinwerte im Rahmen halten, kommt der Mais als Futter für Rinder oder in der Biogasanlage infrage.

Außerdem bedenklich: Anders als bei Getreide sind die Fusarium-Infektionswege bei Mais vielfältig. Eine frühzeitige Infektion ist beispielsweise aus bodenbürtigem Fusariummaterial möglich.

Außerdem sind Infektionen bei feuchter und warmer Witterung auch in der Blattachsel möglich. Von hier aus breitet sich die Krankheit dann in die Pflanze aus.

Prinzipiell ist eine Fusarium-Infektion quasi in jedem Jahr möglich. Entscheidend dafür, ob sie stattfindet oder nicht, ist die Witterung im August sowie Frühherbst.

Herrschen in der generativen Phase vermehrt Niederschläge bei gleichzeitig warmer Witterung vor, ist die Gefahr generell hoch.

Allerdings beeinflusst auch die Sortenwahl die Befallswahrscheinlichkeit. So sind einige Sorten besonders anfällig. Andere Sorten hingegen sind weniger anfällig oder reagieren mit geringerer Toxinbildung.

Anzumerken ist außerdem: In Regionen, in denen der Maiszünsler vorkommt, bringt dessen zielgerichtete Bekämpfung oft eine Toxinreduktion von bis zu 50 Prozent mit sich.

Schließlich sind Bohrgänge im Bereich des Kolbens eine ideale Eintrittspforte für Fusarium. Eine Zünsler-Bekämpfung dient somit auch der Fusarium-Reduktion.

Fungizid-Einsatz gegen Fusarium

Bei der Bekämpfung des Schlauchpilzes Fusarium zeigte insbesondere Retengo Plus in den Jahren 2010, 2011 und 2014 eine überzeugende Wirksamkeit.

Lagen die Toxinwerte im Körnermais bei etwa 2 mg DON/kg, war mit dem Fungizid eine etwa 50-prozentige Reduktion erreichbar. Die frühzeitige Behandlung bei einer Wuchshöhe von 120 Zentimetern zeigte dabei eine besonders gute Wirksamkeit.

2015 wiederholten sich die positiven Ergebnisse allerdings nicht. Stattdessen passierte das Gegenteil: Die Behandlung mit dem Fungizid erhöhte die Toxinwerte zusätzlich.

Eine Erklärung für das widersprüchliche Phänomen könnte das breit gefächerte Auftreten unterschiedlicher Fusariumarten sein. Schließlich ist es denkbar, dass verschiedene Fusariumarten durch Fungizide unterschiedlich gut kontrollierbar sind.

Abhilfe könnte hier das neu zugelassene Prosaro schaffen. Es ist mit 1 l/ha anwendbar und kann im Mais einmalig ab dem 3-Knoten-Stadium bis zum Blütezeitpunkt verwendet werden. Kombiniert mit Retengo Plus, verspricht die Anwendung gute Erfolge.

Erst kritisch prüfen, dann behandeln

Erfahrungen aus der Vergangenheit zeigen, dass der Fungizid-Einsatz zur Fusarium-Kontrolle im Mais nicht zwingend zu bevorzugen ist.

Eine Behandlung kann nämlich stets nur vorbeugend erfolgen. Das macht den Fungizid-Einsatz spekulativ. Schließlich ist zum Einsatzzeitpunkt noch keine endgültige Aussage zum Auftreten des Schlauchpilzes möglich.

Geht es hingegen um eine Behandlung der Turcicum-Blattdürre aufgrund eines frühen Erstbefall, ist der Fungizid-Einsatz sinnvoll.

Gute Ergebnisse liefert etwa eine Kombination aus 1 l/ha Prosaro und Retengo Plus 1 l/ha. Hier ist ein breiter Einsatz erfolgversprechend.

Außerdem ist ein Einsatz von Fungiziden auch dann sinnvoll, wenn eine infektionsgünstige Witterung zur Blüte herrscht. Sind die Temperaturen in dieser Zeit warm und gibt es viel Regen, herrscht eine erhöhte Fusariumgefahr.

Ein Fungizideinsatz ist unter diesen Bedingungen anzudenken. Allerdings ist zu bedenken, dass eine flächige Fungizid-Anwendung zur Vorbeugung gegen hohe Toxingehalten aktuell noch wenig untersucht ist.

Um eigene Erfahrungen zu sammeln, ist die Anwendung daher nur auf kleiner Fläche ratsam.

Insgesamt sollten aber Pflanzenbauaspekte wie Fruchtfolge, Bodenbearbeitung, Erntetermin sowie Sortenwahl bei der Toxinvermeidung im Vordergrund stehen.

Schließlich kann insbesondere eine verspätete Ernte bei anfälligen Sorten zu einer stark erhöhten Toxinentwicklung führen. Dabei steigen die Toxinwerte durch den zu späten Erntetermin teilweise um ein Vielfaches.

Der Einfluss des Erntetermins ist dabei insgesamt sogar größer als die bekannte Leistungsfähigkeit besonders wirksamer Fungizide.

Mais vor Krankheiten schützen zusammengefasst

Tropische, warm-feuchte Witterungsverhältnisse begünstigen das Auftreten von Turcicum-Blattdürre. Allerdings werden Fungizidbehandlungen zur Bekämpfung von Blattkrankheiten lediglich dann empfohlen, wenn Krankheitssymptome frühzeitig und bis zur Blüte auftreten.

Für eine Blattbehandlung zur Bekämpfung der Turcicum-Blattdürre bei anfälligen Sorten sind Retengo Plus (1,5 l/ha) oder Quilt Xcel (1 l/ha) ratsam.

Geht es hingegen um die Behandlung der wichtigsten Maiskrankheit Fusarium, ist Vorsicht geboten.

Fungizidbehandlung sollte hier – wenn überhaupt – nur vorsichtig auf kleineren Probeflächen erfolgen.

Quellen: LWK NRW, Landwirtschaftliches Wochenblatt

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