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Im Fokus – Die wichtigsten Mais-Krankheiten: Maisbeulenbrand

Maisbeulenbrand im Maisfeld

In unserer Reihe: „Im Fokus“ durchleuchten wir die wichtigsten Krankheiten und Schädlinge im Mais. Diese Woche berichten wir über den Maisbeulenbrand. Diese Maiskrankheit scheint ungefährlich, aber es bleibt doch einiges zu beachten.

Steckbrief

Maisbeulenbrand ist eine tumorartige Pflanzengalle, also ein parasitischer Brandpilz. Er hat seine Herkunft aus Mexiko und gilt dort sogar als Delikatesse. Der Beulenbrand befällt ausschließlich Maispflanzen und bevorzugt warme, gemäßigte Klimazonen.

Brandbeulen treten meist schon im 4- bis 5-Blattstadium bei Jungpflanzen auf. Oder halt bei der Bildung der Kolben. Die Beulen sind silbergrau und werden sichtbar an Blättern, Stängeln, Fahne und Kolben. Sogar Keimlinge werden befallen und sterben ab. Im Inneren der Beulen ist eine zunächst schmierig feuchte, später pulverige, schwarze Sporenmasse.

Diese Pilzsporen können bis zu 10 Jahre im Boden überdauern. Durch Wind und Regen gelangen sie in die Blatttüten und können sie bei feuchter Witterung leicht infizieren. Besonders an Verletzungsstellen vom Fraß durch die Frittfliegenlarven besteht besondere Gefahr.

Viele Infektionen sind möglich, wenn der Frühsommer trocken und ab Juli reichlich Niederschläge fallen. Auch nach Hagelschlag treten häufig Beulen an Achselknospen auf.

Brandbefallener Mais kann zu einem Absterben der Pflanze führen. Ein Maisbestand mit geringem Befall kann weiterhin verfüttert werden. Angeblich hat dies keine gesundheitlichen Konsequenzen für Mensch und Tier. Dennoch wird eine größere Tendenz zu Fehlgeburten beim Vieh diskutiert, wenn die Sporenmenge zum Zeitpunkt der Aufnahme erhöht ist.

Brandbeulen weisen häufig einen Sekundärbefall mit Schimmelpilzen auf, welche Mykotoxine bilden können. Die Verfütterung von stark befallenem Mais ist deshalb nur bei gleichzeitiger Einhaltung von Vorsichtsmassnahmen zu empfehlen.

Ist jede Pflanze im Bestand befallen, so ist eine geringere Nettoenergie und ein höherer Eiweißabbau zu berücksichtigen.

Maisbeulenbrand in Deutschland

Die Maiskrankheit tritt in allen Gebieten auf, in denen Mais angebaut wird. Am häufigsten aber in Jahren mit extremen Witterungsverhältnissen. Also bei einem schnellen Wechsel zwischen Trockenheit und hohem Wasserangebot, so wie es in diesem Sommer 2021 in den meisten Regionen der Fall ist. Dies kann zu größeren Verlusten durch Kolbeninfektionen führen – besonders bei Körnermais.

Einen Befall bemerken

Die Krankheit hat seinen Namen von seinem „verbrannten“ Aussehen der Pflanze, wenn sich die tumorartigen Gallen öffnen und sich die blau-schwarzen Brandsporen über der Pflanze verteilen. Die Wucherungen der Maisbrandbeulen können kindskopfgroß werden.

Eine Gefahr der Ausbreitung des Pilzes besteht über an Saatgut anhaftende Sporen, weitere Ausbreitungswege bestehen über Windverfrachtung oder Wasserspritzer.

Außerdem sollte man seine Pflanzen auf Fritfliegen oder Hagelschäden untersuchen. Durch sie verursachte Verletzungen können als Eintrittspforte für die Krankheit dienen.

Gegenmaßnahmen

Eine Bekämpfung ist durch Fungizidmaßnahmen nicht möglich, auch eine Beizung verspricht nicht den Erfolg. Das Maisstroh sollte gut untergepflügt werden. Eine Untersaat erschwert die Zirkulation der Brandsporen vom Boden in den Maisbestand.

Am besten ist es, unterschiedliche Sortenanfälligkeiten zu nutzen und eine weite Fruchtfolgestellung. Anbaupausen von circa drei Jahren sind auf befallenen Beständen sinnvoll. Einsaaten von beispielsweise Roggen reduzieren die Zirkulation der Sporen vom Boden in den Maisbestand. Sie wirken wie ein Filter.

Weit stehende Bestände begünstigen den Befall. Resistenzzüchtungen oder weniger anfällige Sorten vermindern das Befallsrisiko.

Eine vitale Pflanze und eine minimale Stickstoffgabe verringen das Risiko eines Befalls.

Nicht alle Infektionen führen zur Beulenausbildung; diese wird besonders durch Stresssituationen wie lange Trockenheit begünstigt. Das noch teilungsfähige Gewebe versucht nach der Trockenheit bei genügend Wasser den Wachstumsrückstand auszugleichen. Dabei werden dann vermehrt Brandbeulen ausgebildet. In längeren Trockenperioden könnte eine zusätzliche Wasserversorgung die Gefahr eines massenhaften Auftretens des Maisbrandes verringern.

Vor allem sollte man zur Fritfliegenbekämpfung eine Saatgutinkrustierung durchführen. Diese verursacht durch ihre Tätigkeit Wunden an den Maispflanzen, die als Eintrittspforten für die Sporen sein können. Leider gibt es momentan keine wirksame und zugelassene Beize gegen die Fritfliege am Markt.

Silierbarkeit

Der TM-Gehalt verringerte sich von 36,9 auf 32,8 %. Ebenso nahm der Gehalt an N-freien Extraktstoffen von 61,8 auf 58,5 % der TM ab. Der Beulenbrand führt wegen des Abbaues von Kohlenhydraten zu einem relativen Anstieg des Rohprotein- (von 9,6 auf 11,6 %) und des Rohfettgehalts (von 3,0 auf 3,7 %).

 

Die Änderungen im Rohfaser- und Rohaschegehalt waren vergleichsweise gering. Diese Veränderungen wirkten sich aber nicht auf die Gärqualität der Silagen aus. Mit zunehmenden Befallsgrad wurde lediglich ein Anstieg des Ammoniakgehalts von 0,04 auf 0,08 % FM festgestellt, was einen erhöhten Eiweißabbau belegt.

Die Gärgasverluste beschreiben den Gärverlauf und lassen Differenzen in der Siliereignung erkennen. Die mit Maisbeulenbrand belastete Silage zeigt mit und ohne Siliermittel höhere Gärgasverluste als die unbelastete Silage auf.

Bei sehr hohem Befall wird der Einsatz von Siliermitteln, die das DLG-Gütezeichen für die Wirkungsrichtung 2 tragen, empfohlen. Sie verbessern die aerobe Stabilität der Silage.

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