Holtmann Saaten

Mais ist gleich Mais! Oder doch nicht? Welche Kriterien sind für die Mais-Sortenwahl 2022 wichtig?

Maissaatgut

Aufgrund der fast jährlichen Zuchterfolge ist es sinnvoll, sich jedes Jahr wieder neu zu informieren und zu orientierten. Denn Mais ist nicht gleich Mais. Man hat es selbst in der Hand.

Dabei kommt es darauf an, welche Anforderungen Sie an die Sorte stellen und welche Nutzungsrichtung Sie einschlagen wollen.

Durch die Wahl der Sorte kann man trotz wechselnder Witterungsbedingungen den groben Erntezeitraum selbst bestimmen.

Auch die unterschiedlichen Kolbengrößen haben Einfluss auf die Silagequalität und den Kornertrag. Diese lassen sich auch durch die Sortenwahl beeinflussen.

In den letzten vier Jahren wurde deutlich, dass man sein Augenmerk bei der Sortenwahl auch auf Standfestigkeit und Trockentoleranz lenken sollte.

Hier ein kleiner Überblick und Ratgeber zur Sortenwahl für 2022.

Kriterien zur Sortenwahl für die Mais-Saison 2022

Generelle Kriterien zur Sortenwahl sollten grundsätzlich sein: 

  • Wie wird der Mais genutzt? Wird es Futter-, Silo- oder Körnermais?
  • Ist eine sichere Ausreife gegeben?
  • Bringt die Sorte eine hohe Ertragsleistung?
  • Ist der Mais standfest?
  • Ist der Mais resistent gegen Stängel- und Wurzelfäule?
  • Wie gut ist die Kältetoleranz der Sorte während der Jugendentwicklung?
  • Zeichnet sich die Sorte durch eine geringe Bestockungsneigung aus?

Kriterien für die Biogas-Produktion

Die Biogasanlage benötigt einen Maisgenotyp mit einem hohen Kornansatzvermögen , also Anzahl der Körner je Kolben. Dies ist ausschlaggebend für einen hohen Rohfettgehalt und einem hohen Anteil an fermentierbaren Zellwänden (Struktur Zellwand). Die Nutzung von späterem genetischem Material in der Züchtung zur Steigerung der Trockenmasseertragsbildung ist möglich und eventuell auch sinnvoll. 

Jeder Landwirt muss für sich entscheiden, ob für den Anbau von Mais die Flächeneffizienz (BGE) oder die Optimierung der Nährstoffversorgung für die Mikroorganismen bei konstanter Raumbelastung des Fermenters (indirekt die BGA) im Vordergrund steht.

Kriterien für Futter-/Silomaissorten

Wiederkäuer benötigen Mais mit einem hohen Kolbenanteil von circa 55 bis 65 % an der Gesamttrockenmasse, einer schnellen Kolbenfüllung mit hohem Stärkegehalt und einem gut ausgereiften Korn (Beständigkeit der Stärke). Dies ermöglicht eine hohe Passagerate im Wiederkäuer, da die TM-Aufnahme begrenzt ist.

Sortenwahl anhand der Temperatursumme und Reifezahl

Bei der Sortenwahl ist außerdem zu beachten, dass die Reifezahl und das Abreifeverhalten der jeweiligen Sorte zum eigenen Standort passen.

Aus dem Mittel der letzten Jahre ergibt sich mittlerweile als Ziel die Siloreife gegen Ende September. Im Oktober nehmen Ertrag und Qualität kaum noch zu. Generell soll gelten: Abreifesicherheit geht vor Ertragspotenzial.

Eine gute Orientierung zur Wahl der Reifegruppe bietet die zu erwartende Temperatursumme:

  • Summieren Sie alle Tagesdurchschnittstemperaturen oberhalb von 6 Grad Celsius vom Auflaufen bis Ende September
  • Wer mittelspäte Sorten ab S 260 anbauen will, sollte an seinem Standort eine Summe von mindestens 1.570 °C erreichen. Andern­falls wird der Mais nicht richtig reif (bezogen auf 32 % TS-Gehalt).
  • Mittelfrühe Sorten benö­tigen eine Temperatur­summe von ca. 1.500 °C, um erntereif zu werden.
  • Falls Sie an Ihrem Stand­ort nur ca. 1 430 °C errei­chen, sollten Sie auf frühe Sorten (bis S 220) setzen.
  • Wer 35 %-TS-Gehalt zur Ernte anstrebt, sollte eine etwas frühere Reifezahl wählen, um nicht später häckseln zu müssen. Klimadaten lassen sich online abrufen, in der Gemeinde selbst oder bei der nächsten Wetterstation.

Sortenwahl innerhalb der Reifegruppe

Innerhalb der Reifegruppe ist es nun ratsam die zur Nut­zungsrichtung optimal pas­sende Sorte zu finden.

Achtung:

  • Für grasbetonte Rationen eignen sich insbesondere Qualitätssorten mit hoher Energiedichte.
  • Setzen Sie bei hohen Maisanteilen in der Grund­futterration verstärkt auf Energie- und Stärkeertrag.
  • Für die Biogasproduktion sollte das Hauptaugenmerk auf dem Trockenmasse- und ergänzend auf dem Biogasertrag liegen.

Zu berücksichtigen sind neben diesen Leistungsparametern auch agronomische Eigen­schaften: Standfestigkeit, Kälteemp­findlichkeit, Trockentole­ranz, Korntyp und Ertragsstärke.

Nicht zuletzt sollte man auf Sorten zurückgreifen, mit denen bereits gute Erfahrungen im Be­trieb gemacht wurden und dessen Ertrag immer überzeugt hat.

Sortentypen

Stay green Sorte

Auf niederschlagsarmen Standorten mit geringerem Wasserhaltevermögen bieten Sorten mit lange grün bleibender Restpflanze (stay green) Vorteile. Sie tolerieren kurzzeitige Trockenheit besser und sind flexibler im Erntetermin. Sie bieten eine hohe Widerstandskraft gegenüber Stängelfäule. Die Verstrohung ist gering, so dass die optimale Silierreife über einen längeren Zeitraum erhalten bleibt.

Dry down Sorte
Sie weisen eine zügige Abreife der Restpflanze auf. Besonders bei Trockenstress und hohem Fusariumdruck ist mit rascher Verstrohung zu rechnen. Das Erntezeitfenster ist relativ schmal.

Sortentyp mit harmonischer Abreife
Kolben und Restpflanze reifen relativ gleichzeitig ab, also harmonisch. Die Eigenschaften dieses Sortentyps liegen zwischen denen von stay green und dry down Sorten. Eine harmonisch abreifende Sorte erkennt man an den gleich großen Silo- und Körnerreifezahlen (z.B. S 230 / K 230).

Fixkolbentypen
Sorten, bei denen die Anzahl der Körner und Kornreihen am Kolben stark genetisch fixiert ist. Hier kommt es besonders auf eine sichere Planung der standort- und sortenspezifischen Bestandesdichte an.

Flexkolbentypen
Dieser Sortentyp weist eine gewisse Flexibilität in der Anlage der Kornzahlen pro Kornreihe auf – entsprechend Standort- und Umweltbedingungen. Unter Stressbedingungen werden Körner reduziert, bei optimalen Verhältnissen die Kolben bis in die Spitze ausgebaut. Bezüglich des Flächenertrages reagieren die Sorten weniger auf unterschiedliche Aussaatstärken.

Stiff stalk Sorte
Die Sorte Stiff Stalk ist eine standfeste Sorte, die in den 1950er-Jahren von Bill Russel, einem Züchter an der Iowa State University, entwickelt wurde. In Europa entwickelten die Maiszüchter daraus standfeste Sorten.

Bedeutung des Zahlencodes bei der Sortenwahl

Das weltweite Maissortiment wird durch die dreistellige Zahl in neun Reifegruppen von 100 bis 900 untergliedert. Die Hunderterstelle kennzeichnet die Reifegruppen, während die Zehnerziffer zur weiteren Unterteilung innerhalb der Reifegruppe herangezogen wird. In Deutschland werden in der Regel Sorten im Reifezahl-Bereich 180 bis 290 angebaut.

Starke, neue Sorten bei Holtmann Saaten

Wir bieten ein umfangreiches Sortiment an frühen, mittelfrühen und mittelspäten Sorten an. An dieser Stelle wollen wir nur ein paar Sorten hervorheben:

Zu unseren frühen Sorten gehören:

Lazulia HS (ca. FAO 170/180)

Diese Maissorte ist sehr frühreif (circa Anfang Juni) und liefert trotzdem ordentlich Energie und Kolben. Auf unserem Teststandort in Ochtrup beeindruckt diese Sorte durch hohen Wuchs, Gesundheit und guten Kolbenanteil. Testergebnisse von Praxisversuchen aus 2018 (EULV) zeigen Erträge von bis zu 18 t/ha TM.

Cekob Profi HS (ca. FAO 210)

Eine sehr ertragreiche Sorte erwartet Sie hier, mit hohen Energiegehalten. In den Praxisversuchen 2020 wurden bis zu 21,8 t/ha erreicht. 2019 sogar bis zu 26,8 t/ha. Wichtig: Cekob Profi HS wächst am besten auf mittleren und schweren Böden. Für sandige, leichte Böden ist diese Sorte eher nicht geeignet.

Kosynier HS (ca. FAO 220)

Diese Sorte ist sehr kolbenbetont und enorm trockentolerant. Seine Ertragskraft ist sehr hoch: bis zu 24,0 t/ha TM in 2019 und 20,1 t/ha in 2020. Diese Sorte ist ein Drei-Nutzungs-Typ: für Silage, Körnermais und als Energiemais.

Zu den mittelfrühen Sorten gehören unter anderem:

Drifter HS (ca. FAO 230)

Diese Sorte wächst einfach auf allen Standorten. In der Jugendentwicklung ist Drifter besonders schnell und die TM-Erträge können sich sehen lassen: bis zu 26,1 t/ha.

OLEO MIX Profi HS (ca. FAO 240)

Die neue Art Energiemais als Biogassubstrat. Sehr hohe Hektarerträge: bis zu 27,3 t/ha in 2019 und 24,5 t/ha Trockenmasse in 2020. Die Pflanzen sind großrahmig, massig und kräfti mit starker Resistenz gegen Krankheiten. Das Kolbenbild ist sehr gleichmäßig und die Kolben sind sehr groß und bis oben gefüllt. Die Energiewerte lassen sich sehen: bis zu 25.537 kwh(el) pro Hektar

NEU: OAMO MIX Profi HS (ca. FAO 250)

Diese Mischung aus einer sehr massewüchsigen Sorte mit einer sehr stressstabilen Sorte macht die Mischung zu einem Ertragsgaranten bei jeder Großwetterlage. Die Vorteile dieser neuartigen Futtersorten-Mischung als Mais-Saatgut sind:

  • Gesündere, standfestere Pflanzen
  • Sichere Erträge in jedem Jahr – egal welche Kapriolen das Wetter schlägt
  • Hoher Stärkegehalt und hohe Rohfaserwert

Zu den mittelspäten Sorten gehören außerdem:

Furman HS (ca. FAO K250/S260)

Furman HS liefert Spitzenerträge von bis zu 29,2 Tonnen Trockenmasse pro Hektar. Außerdem wächst es auf allen Standorten, bevorzugt aber mittlere und schwere Böden. Die Sorte bringt eine gute Silage-Qualität. Sie könne den Mais als energiereiches Futter oder als Biogassubstrat nutzen.

OSERO MIX (ca. FAO 280)

Die Vorteile von Futter-Sorten-Mischungen als Mais-Saatgut: Die Pflanzen sind gesünder, stabiler und liefern konstante Erträge, auch in schlechten Mais-Jahren. Der Mix hat einen sehr massebetonten und großrahmigen Wuchs (bis 3,80m). Im konventionellen Praxisversuch ernteten die Test-Experten bis zu 28,4 t/ha Trockenmasse.

 

Wenn Sie Ausschau nach spannenden Mais-Sorten halten, die günstig, trockentolerant, gesund, ertragreich und standfest sind, dann schauen Sie sich gerne alle unsere Sorten an: Übersicht Mais-Sorten Holtmann Saaten

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