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Mais legen 2022 – mit späterer Einsaat erfolgreicher sein?

Schmetterling im Maisfeld

Bisher hat sich ein starker Trend abgezeichnet: nämlich das immer frühere Legen des Mais-Saatguts – auch wenn Maispflanzen manchmal bis zu drei Wochen zum Auflaufen brauchen. Mit dem Wegfall vieler wirksamer Beizen, ist die frühe Aussaat nur noch schwer zu verwirklichen. Schaderreger und Vogelfraß dominieren auf den Feldern. Ist es damit an der Zeit diese Strategie zu verändern oder gar zu verwerfen?

Schaut man sich den Ökolandbau der letzten Jahre an, so ist es auffällig, dass immer mehr Mais angebaut wird. Und zwar erfolgreich, nahezu genauso ertragreich wie beim konventionellen Maisanbau. Was ist dort also passiert? Wie sind hier die Strategien? Und können wir da noch etwas lernen?

Ist Mais im Ökolandbau auf dem Vormarsch?

Der Maisanbau spielte im Biolandbau lange Zeit eine untergeordnete Rolle. Der Maisanbau hat erst seit Mitte der 1990er Jahre zugenommen, als die Zahl der Bio-Futtermittelbetriebe zunahm. Körnermais war jedoch zunächst von geringer Bedeutung. Dies hat sich jedoch im Laufe der Jahre geändert.

Mit der steigenden Anzahl an Bio-Geflügelbetrieben ist auch die Nachfrage nach Körnermais in den letzten Jahren gestiegen. Im Jahr 2019 betrug die Anbaufläche für Körnermais 22.000 Hektar und die Anbaufläche für Silomais 32.500 Hektar. Damit gehört Mais noch nicht zu den Hauptkulturen des ökologischen Landbaus in Deutschland, wie Weizen oder Roggen. Er befindet sich aber auf dem Vormarsch.

Da ökologischen Maisanbau der Einsatz chemisch synthetisierter Pflanzenschutzmittel und Saatgutbehandlungsmittel verboten ist, steht die Kombination von Mais mit verschiedenen Fruchtfolgen von Winter- und Sommerkulturen im Vordergrund. Auch der Wechsel von Halm- und Blattfrüchten spielt wie die Integration von Körnerleguminosen und Klee eine zentrale Rolle.

Biobauern können annähernd Maiserträge erzielen wie im konventionellen Anbau. Allerdings gibt es hier drei Problembereiche, mit denen auch Landwirte aus dem konventionellen Maisanbau kämpfen:

  1. Vogelfraß, insbesondere von Krähen, was zu hohen Verlusten führen kann.
  2. Schädlinge wie Drahtwurm, Saaten- und Fritfliege. Sie können der Maispflanze erheblichen Schaden in der Jugendphase zufügen.
  3. Die Bekämpfung von Unkräutern erfolgt präventiv und rein mechanisch. Es bringt jedoch auch Unsicherheit aufgrund verschiedener Faktoren wie dem Wetter mit sich.

Wenn der Maisanbau erfolgreich sein soll, müssen Biobauern gezielt vorbeugende und mechanische Maßnahmen berücksichtigen, die auch im konventionellen Maisanbau anwendbar sind. Sie können jedoch arbeitsintensiver, nicht immer zuverlässig und daher teurer sein.

Tipps zum ökologischen Maisanbau in Kürze:

Bodentemperatur

Für einen schnellen Aufgang muss die Bodentemperatur vor der Aussaat in 5 bis 6 cm Tiefe eine Temperatur von mindestens 10 bis 12°C erreichen. Jedoch ist es noch besser, bei wärmeren Bedingungen mit der Saat zu beginnen. Bei einer Bodentemperatur von 10°C dauert es von der Aussaat bis zum Auflaufen etwa 21 Tage, bei 16°C nur 7 Tage.

Standort

Mais stellt aufgrund seiner Herkunft hohe Ansprüche an Wärme, um optimal zu gedeihen. Daher sind schnell erwärmende leichte, humusreiche Böden von Vorteil.

Zu beachten ist, dass sich besonders schwere Böden langsamer aufheizen. Dies gilt auch für die pfluglose Bewirtschaftung. Daher ist es wichtig, bei der Pflanzplanung genau auf die Wettervorhersage zu achten, damit Sie während einer anhaltenden Wärmeperiode pflanzen können.

Im ökologischen Landbau ist die Aussaat Anfang April selten erfolgsversprechend. Eine Pflanzung Anfang Mai mag geeignet sein, aber auch hier sind weitere Wetterumschwünge ausschlaggebend. Es ist normalerweise am besten, ruhig zu bleiben und im Zweifelsfall bis Mitte Mai zu warten, um Samen nach den Eisheiligen zu legen.

Auf leichteren Böden wird der erste Aufwuchs des Kleegrases Ende April bis Anfang Mai siliert, anschließend werden die Bodenbearbeitung (meist heiler Umbruch mit Pflug) sowie Saatbettbereitung und Saat durchgeführt. Eine Rückverfestigung mit Stabwalze als Nachläufer ist auf leichten Böden oft ausreichend.

Reifezahl

Wichtig im Ökolandbau ist die Reifezahl. Dabei ist eine sichere Abreife vor den Ertrag zu stellen. Je nach Region sind dann besonders Sorten der frühen und der mittelfrühen Reifegruppe zu bevorzugen. Das bringt Sicherheit und Spielraum für Aussaat und Ernte.

Schaderreger vermindern

Wenn Saatgut nicht früh genug aufgeht, vermutet man oft Fehler im Saatgut. Meist handelt es sich aber um einen tierischen Schadbefall. Beispielsweise durch die Saaten- oder Wurzelfliege. Sie ernähren sich von Pflanzenresten sowie gekeimten Samen und fressen sich in Körner. Anhaltend kühles Wetter, also ungünstige Keimbedingungen, fördert den Befall von Maiskörnern. Der Schädling bevorzugt neu bewirtschaftetes Land mit einem hohen Anteil an organischen Reststoffen. Beispielsweise auf Flächen nach Kleegras- bzw. Zwischenfruchtumbruch.

Auch der Befall durch den Drahtwurm kann zu erheblichen Ausfällen führen. Erst sind einzelne Pflanzen oder Pflanzennester betroffen. Diese welken und wachsen nur verzögert weiter. Der Drahtwurm frisst sich von den Wurzeln durch das Stängelinnere nach oben. Das führt später dann zum Stängelbruch oder -fäule. Sehr wirksam sind bei diesem Schaderreger ebenfalls spätere Saattermine und starkwüchsige Maissorten.

Außerdem ist der Befall durch die Fritfliege ein wachsendes Problem. Die erste Generation legt Eier im Ein- bis Zweiblattstadium. Nach einigen Tagen schlüpfen die Larven und fressen sich durch die Maispflanze. Besonders betroffen sind Maissaaten, die zunächst schnell keimen, deren Wachstum aber durch kühlere Witterung ab dem Zwei- oder Dreiblattstadium nochmals deutlich verzögert wurde. Lässt sich der Pflanztermin in eine Zeit anhaltend warmer Witterung legen, in der der Mais ungehindert wachsen kann, kann dies den Fritfliegenbefall reduzieren. Denn ab dem Vierblattstadium legt die Fritfliege ihre Eier nicht mehr am Mais ab.

Bio-Beizen

MaisGuard ist ein biobasierendes, ökologisches Beizmittel, das im Öko-Landbau zugelassen ist. Es basiert auf umfangreichen Nährstoffeinheiten (K, Ca, P, Zn, Si, Mg, Mn), Wurzelstimulanzien, Pflanzenextrakte und Bodenbakterien.

Es wird als Filmcoating auf das Korn aufgebracht und sorgt in erster Linie für einen Nährstoffschub der Pflanze und macht sie so resistenter gegen Schädlinge.

Zu seiner vogelrepellenten Wirkung hat das renommierte Julius Kühn-Institut eine Studie zu Vogelfraß durchgeführt.

In unserem Shop finden Sie beispielsweise die Bio-Maissorte OBIO MIX Profi HS als Silomais oder als Substrat für Ihre Biogasanlage. Wahlweise mit der Beize MaisGuard. OBIO gehört zu der Top-Futter-Sorten-Mischung für den ökologischen Anbau.

Außerdem gibt es eine Elektronen-Beize. Hier werden mittels Elektronen-Beize ausschließlich samenbürtige Krankheitserreger bekämpft. Allerdings ist sie in Demeter-Betrieben nicht erlaubt.

Zu berücksichtigen ist außerdem, dass diese Produkte kaum ackerbauliche Defizite ausgleichen können

Vogelfraß

Besonders Saat- und Rabenkrähen gewöhnen sich schnell an repellente Maßnahmen. Was besonders ärgerlich ist, weil sie einen erheblichen Schaden bis zu Totalausfällen anrichten können. Wenn der Mais das Vierblattstadium erreicht hat, stellt der Vogelfraß keine Bedrohung mehr dar.

Im Ökolandbau kommen folgende Maßnahmen vorbeugend zum Einsatz:

  • Kein Mais nahe Brutkolonien
  • Ablenkungsfutter in Form von Maissilage auslegen
  • Wiesen- und Weideflächen als natürlichen Nahrungsraum aufrechterhalten
  • Starkwüchsige Sorten anbauen und später, in Wärmeperioden, aussäen, damit der Mais schneller auflaufen kann
  • Keine Maiskörner nach Einsaat sichtbar auf dem Acker hinterlassen, da sie die Vögel anlocken
  • Drillreihen durch Striegeln verschwinden lassen, um eine Orientierung der Vögel zu verringen

Oftmals wird gegen Vogelfraß eine tiefere Einsaat empfohlen, was das Herausziehen des Keimlings erschweren soll. Allerdings erschwert dies auch den Aufgang. Dadurch könnten wiederum Schaderreger für Ausfälle sorgen. Wenn man dies dennoch vorhat, sollte der Boden sehr gut erwärmt sein.

Traktor mit Pflug

Unkrautregulierung

Mais weist im Jugendstadium eine besonders schwache Unkrautkonkurrenz auf. Ein bis zwei Hackdurchgänge können nach vorangegangenem Striegeldurchgang den Unkrautdruck reduzieren.

Mais ist spätsaatverträglich und wird in der Regel Ende April bis Mitte Mai gedrillt, wodurch eine erste mechanische Vorauflaufmaßnahme gegen Unkräuter möglich ist.

Das Blindstriegeln wird je nach Witterung ein bis zwei Wochen nach der Saat, kurz vor dem Auflaufen, durchgeführt. Diese Maßnahme hat den besten Effekt der Beikrautregulierung, da das Unkraut im Fädchenstadium am empfindlichsten getroffen werden kann.

Ab etwa sechs bis zehn Zentimeter Wuchshöhe/VierBlattstadium des Maises kann das zweite Mal vorsichtig gestriegelt werden. Anschließend wird noch zwei- bis dreimal gehackt bis zum Reihenschluss. Beim letzten Hackgang sollte durch ein Anhäufeln das Beikraut in der Reihe zugeschüttet werden. Mit insgesamt fünf mechanischen Unkrautbekämpfungsmaßnahmen kann die Unkrautregulierung in der Regel erfolgreich bewältigt werden.

Als Reihenkultur ist der Mais einer höheren Erosionsgefahr ausgesetzt. Auf Hanglagen besteht bei Starkregen die Gefahr der Erdabschwemmung. Daher sollte hier der Maisanbau vermieden werden. Der Anbau quer zum Hang, die Einsaat von Grünstreifen (Weißklee-Weidelgras-Gemenge nach dem Blindstriegeln) oder Miststreifen haben eine bremsende Wirkung.

Bei geringem Unkrautdruck kann in manchen Fällen auf den letzten Hackgang verzichtet werden und nach dem ersten Hacken eine Weißkleeuntersaat (fünf bis acht Kilogramm je Hektar) ausgebracht werden. Bis zum Reihenschluss muss genügend Zeit vorhanden sein (circa vier Wochen), damit sich die Untersaat ausreichend entwickeln kann. Die Befahrbarkeit während der Ernte wird dadurch verbessert.

In getreidereichen Fruchtfolgen fördert der Mais den Fusarienbefall. Eine gute Einarbeitung der Stoppel muss erfolgen. Weizen und Triticale sollten nicht unmittelbar nach Mais angebaut werden.

Gemengeanbau von Mais mit Stangenbohnen

Bevor der Mais nach Europa kam, gehörte er aber schon in Amerika und Teilen Afrikas zu den wichtigsten Nutzpflanzen. Traditionell wurde der Mais dort meist nicht allein, sondern in Mischkultur mit Stangenbohnen für die menschliche Ernährung angebaut.

Dabei dient der Mais den rankenden Bohnen als Stützfrucht, diese wiederum fördern durch ihre Stickstofffixierung und Bodenbedeckung einerseits die Bodenfruchtbarkeit und andererseits die Biodiversität. Darüber hinaus werden in diesem Anbausystem sowohl Kohlenhydrate als auch wertvolle Eiweiße gewonnen.

Eine alternative Nutzung von Mais-Bohnen-Gemengen bietet die Möglichkeit, ein silierfähiges und energiereiches Futtermittel zu gewinnen, das gegenüber der reinen Maissilage einen höheren Proteingehalt aufweist. In Europa und insbesondere Deutschland könnte dieses Anbausystem ein großes Potenzial sowohl für die Tierernährung oder auch zur Energiegewinnung für die Biogasproduktion bieten.

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Fazit

Eine spätere Einsaat kann ein Vorteil sein, da es den Aufgang bei warmem Boden um 14 Tage verkürzen kann. Gerade diese Zeit braucht der Mais, um schnell durch die Jugendphase zu kommen. Da haben Schaderreger, Unkraut und Vogelfraß weniger Chancen.

So wie es aussieht, wird es wohl kein Come-Back von Mesurol und Co mehr geben. Da sind die mechanische Unkrautregulierung und spätere Aussaaten eine gute Möglichkeit sind den drei wesentlichen Problemen im Maisanbau entgegenzuwirken.

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