Holtmann Saaten

[UPGRADE 2026] Variable Aussaatstärke und Düngung bei Mais: Ist weniger mehr?

Junge Maispflanzen wachsen in geordneter Reihe auf einem Acker, der von hellem Sonnenlicht durchflutet ist. Die Erde ist locker und gut gepflegt.

Gerade beim Mais ist die Aussaat der Schlüssel zum Erfolg. Und Probleme beim Feldaufgang oder in der Jugendentwicklung sind im Laufe der Vegetationsperiode kaum aufholbar.

Inzwischen gibt es viel neue Technik auf dem Markt, um die Saatstärke zu optimieren. So sollen mehrjährige Satellitenbilder Aufschluss über die Ertragsfähigkeit der Böden geben.

Davon leitet sich die beste Saatstärke für bestimmte Teilflächen ab. Alles nur Hokuspokus? Was hat es mit der variablen Aussaatstärke auf sich?

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Was genau ist der Grund für eine variable Saatstärke bei Mais?

Manchmal ertappt man sich selbst dabei, zu viel aussäen zu wollen. Dabei kann es vor allem nach Hitzestress dazu führen, dass einige Pflanzen kleine oder gar keinen Kolben mehr ausbilden. Gerade die Qualität der Silage leidet darunter.

Bei standortangepasster Aussaat wird fast jede Pflanze einzeln betrachtet. Denn jede Pflanze soll sich optimal entwickeln. Variable Saatstärken sollen dabei unterstützen den Konkurrenzdruck bei Wasser, Nährstoffen und Licht zu reduzieren. Das soll sich, im Endeffekt, auf Ertrag und Qualität niederschlagen.

Hier ist auf jeden Fall Mut gefragt, denn es wird auf schwachen Arealen weniger Saatgut ausgebracht, um einen Mehrertrag zu erreichen.

Der Standort wird hierfür via Satellitenbilder analysiert und durch Einzelkornsaat optimiert.

Variable Kornabstände lassen sich mit Mais im Gegensatz zu Getreide sehr gut umsetzen. Er bestockt sich nicht wie Getreide. Deshalb können die Auswirkungen auf unterschiedliche Saatstärken auf den einzelnen Anbauflächen mit etwas Erfahrung gut abgeschätzt werden.

Drohne

Was braucht man an Technik für die Umsetzung?

Zuerst müssen digitale Karten erstellt werden, die die Ertragsunterschiede der einzelnen Flächen so genau wie möglich abbilden. Das ist eine Voraussetzung für variables Säen. Dies ist möglich anhand von von Satellitenbildern, Bodenproben und/oder Biomassedaten.

Ebenso benötigt man eine Sämaschine, die mit Hilfe elektrisch oder hydraulisch angetriebener Säaggregate automatisiert die Kornablage variieren kann.

Die sogenannten Applikationskarten werden mit Hilfe eines USB-Sticks auf das Isobus-Terminal des Schleppers oder der Sämaschine übertragen. Die Saatkarte wird dann in eine variable und teilflächenspezifische Aussaat umgesetzt. Die Auflösung der Karte beträgt circa zehn mal zehn Meter, was es möglich macht auch kleinräumige Unterschiede zu berücksichtigen.

Die blanken Zonenkarten liefern inzwischen viele Softwaredienstleister oder Saatgutanbieter für etwa 4 bis 8 €/ha. Sollen darauf basierend die Aussaatkarten „mitgeliefert“ werden, kommen je nach Anbieter noch einmal rund 5 bis 10 €/ha dazu. Je mehr Informationen die Karte enthält desto besser, aber auch teurer wird sie.

Aufgrund der kostenintensiven Technik bleibt es zukünftig wohl den Lohnunternehmen vorbehalten diese Saattechnik umzusetzen. Der entstandene Mehraufwand wird von den Lohnunternehmen mit circa 5 €/ha Preisaufschlag berechnet.

Maissaatgut

Wie die Saatmengen festgelegt werden

Das entscheidet in der Regel der Landwirt selbst, da er die Besonderheiten seiner Flächen am besten kennt. Wer möchte kann sich zusätzliche Hilfe beim Berater, Lohnunternehmer oder beim Saatguthersteller einholen.

Die Software kann pro Schlag fünf verschiedene Saatzonen unterteilen. Der Landwirt entscheidet inwiefern die Saatstärke von den regional üblichen 100 Prozent abweichen soll.

Bei stark wechselnden Bodenverhältnissen sind bis zu 7 Körner pro Quadratmeter möglich. Hier muss man unbedingt die Sortenwahl berücksichtigen, da jede Sorte anders reagiert.

Rentabel oder nicht?

Ob sich das Verfahren im Einzelfall rentiert, lässt sich pauschal nicht beantworten. Hier spielen vor allem die Standortbedingungen und die Präferenzen des Betriebsleiters eine Schlüsselrolle.

In einigen Regionen sind Mehrerträge bis zu 10 Prozent möglich. Dann hat man aber immer noch die Mehrkosten für die Kartenerstellung und die Aussaat mit circa 15 bis 20 Euro pro Hektar.

Den Praktikern kommt es meist nicht auf die Kosteneinsparung an, sondern darauf das Beste aus den Flächen herauszuholen.

Eine Sämaschine verteilt Saatgut auf einem gepflügten Feld. Sie ist an einen Traktor angehängt, der die Ausrüstung zieht. Umgebung ist ländlich, mit Bäumen im Hintergrund. Text: "MONOSEM".

[UPGRADE 2026] Teilflächenspezifische Düngung: Zwischen Frust und Fortschritt – Warum viele Landwirte trotz Startschwierigkeiten überzeugt bleiben

Die teilflächenspezifische Düngung, ein Kernbereich des Precision Farming, verspricht effizienteren Ressourceneinsatz und bessere Umweltverträglichkeit. Dennoch setzen bislang nur wenige Landwirte diese Technik ein.

Eine Studie der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen zeigt, warum die Begeisterung für die Innovation oft von praktischen Hürden gebremst wird – und weshalb viele Anwender sie trotzdem wieder anschaffen würden.

Die befragten sechs Landwirte aus Baden-Württemberg, im Alter zwischen 24 und 38 Jahren und mit Betriebsgrößen von 75 bis 660 Hektar, erwarteten vor allem eine höhere Arbeitseffizienz, Zeitersparnis und eine präzisere Düngerverteilung.

Neben wirtschaftlichen Erwägungen war auch die Freude an der Digitalisierung ein wichtiger Antrieb, ebenso wie der Wunsch, gesetzliche Vorgaben leichter einhalten zu können. Die Entscheidung für die Technik fiel dabei meist „aus dem Bauch heraus“ und nicht auf Basis harter Wirtschaftlichkeitszahlen.

Bereits bei der Einführung zeigten sich deutliche Schwachstellen: Viele Betriebsleiter kritisierten unzureichende Schulungen durch Händler und Hersteller, unklare Anleitungen bei Störungen und langwierige Reaktionszeiten des technischen Supports.

Besonders die Erstkonfiguration der Systeme, die Einrichtung der Applikationskarten und die digitale Dokumentation stellten große Herausforderungen dar. Auch Verbindungsprobleme mit Stickstoffsensoren und Schwierigkeiten beim Datentransfer zwischen Softwarelösungen traten häufig auf.

Trotz dieser Startprobleme berichteten die Befragten von klaren Vorteilen: Nach dem ersten „Lehrjahr“ führe die Technik zu einer spürbaren Arbeitserleichterung und verbessere die Dokumentation deutlich.

Viele Landwirte lernten ihre Flächen besser kennen und beobachteten gleichmäßigere Pflanzenbestände. Während Ertragssteigerungen meist ausblieben oder nur gering waren, zeigten sich Effekte bei der gleichmäßigeren Nährstoffverteilung und einer optimierten Düngemenge.

Bemerkenswert ist, dass alle befragten Landwirte die Anschaffung rückblickend wieder tätigen würden – allerdings mit mehr Wissen und Geduld in der Einführungsphase.

Besonders geschätzt wird die automatische Dokumentation, die Zeitersparnis im Büro und der Wissensgewinn über die eigenen Flächen. Voraussetzung für den erfolgreichen Einsatz bleibt laut den Forschenden vor allem die digitale Kompetenz und eine echte Begeisterung für Technik. Ohne diese Motivation würden die unvermeidlichen Anfangsprobleme schnell zur Belastung.

Die Studie verdeutlicht: Teilflächenspezifische Düngung ist kein Selbstläufer, aber eine Zukunftstechnologie, die langfristig Arbeitseffizienz, Umweltverträglichkeit und Fachwissen am Hof verbessert – sofern Landwirte bereit sind, Zeit und Neugier in die Technik zu investieren.

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Düngung bei variabler Saatstärke

Die Experten sind sich einig: Um das ganze Potenzial der teilflächenspezifischen Maisaussaat auszuschöpfen, sollte auch der Stickstoff teilflächenspezifisch gedüngt werden. Die Umwelt wird so geschont und die Erträge werden abgesichert.

So können die Zonenkarten auch für die Düngung verwendet werden. Da die Aussaat aber meist durch ein Lohnunternehmen erfolgt und die Düngung durch einen selbst, befindet man sich in einer Pattsituation. Hier ist der Betriebsleiter mit viel Engagement bezüglich Digitalisierung gefordert.

Ein Mähdrescher erntet Mais auf einem Feld unter klarem Himmel. Stromleitungen und Bäume sind in der Ferne sichtbar. Auf dem Mähdrescher steht „CLAAS“.

Fazit

Die Konkurrenz um Licht, Nährstoffe und Wasser ist auf dem Maisfeld groß. Eine einheitliche Saatstärke zu finden ist oftmals nicht so einfach. Und das hängt damit zusammen, dass es innerhalb eines Schlags Schwankungen in Bodenart, Humusgehalt, Krumentiefe, Nährstoffgehalt, Wasserhaltevermögen, Hangneigung und so weiter gibt.

Eine teilflächenspezifische Aussaat kann hier helfen. Der limitierende Faktor ist meist das verfügbare Bodenwasser. Durch eine Reduzierung der Saatstärke kann die Konkurrenz der Einzelpflanzen um knappe Ressourcen wie beispielsweise Wasser oder Nährstoffe reduziert werden.

So können die Pflanzen auch auf weniger guten Teilflächen eine gute Pflanzen- und Kolbenentwicklung erreichen. Je besser die Maissorten und Aussaatstärken an die Flächenverhältnisse angepasst sind, desto höher ist das Ertragspotenzial.

Dabei geht es nicht immer um Mehrerträge oder Kosteneinsparungen, sondern vielmehr um eine gleichmäßige Bestandsentwicklung, die Absicherung von Erträgen und Qualitäten.

Die Digitalisierung in der Landwirtschaft befindet sich noch am Anfang, aber die Entwicklung schreitet rasch vorwärts. Viele der Innovationen sind beeindruckend, aber nicht jeder technische Fortschritt ist auch wirtschaftlich sinnvoll. Am Ende müssen sich diese Neuerungen für den Landwirt lohnen, denn nur so bringen sie einen Mehrwert.

Variable Aussaat dient als Unterstützung für Landwirte, um das Ertragspotenzial ihrer Felder optimal zu nutzen. Dank dieser Methode können die Berater jedem Feld die bestmögliche Differenzierung der Saatstärke bei gleichbleibenden Saatgutkosten in Verbindung mit der optimalen Sorte anbieten.

Dies ermöglicht eine Risikoabsicherung bei den zunehmenden Dürreperioden, die aufgrund der Klimaveränderungen entstehen, und führt somit zu höheren Gewinnen.

Vorteile nochmal auf einen Blick:

  • Richtige Saatgutmenge in den einzelnen Ertragszonen. So steigert man die Nährstoffeffizienz und spart Kosten
  • Eine Kombination mit Strip-Till ist möglich
  • Ein optimierter Pflanzenbestand und somit ein geringeres Risiko von Ernteausfällen aufgrund von Wetterextremen
  • Gleichmäßigere Abreife und verbesserte Qualität der Silage
  • Ertragssteigerung von bis zu 10 Prozent
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