Holtmann Saaten

5 Tipps für erfolgreiches Beweiden

Kühe auf Weide aus Vogelperspektive

Bald ist es wieder soweit und unsere Kühe verzieren wieder die Landschaft auf unseren Weiden. Aber was müssen Sie alles bedenken, damit Sie artgerechtes und kostengünstiges Raufutter erzeugen und nutzen können?

Mit der richtigen Strategie lässt sich viel Milch pro Hektar produzieren. Und der positive Effekt auf die Gesundheit von Tier und Pflanzen stellt sich schnell ein.

1. Machen Sie einen Weideplan

Das Erstellen und Befolgen eines gut ausgearbeiteten Plans ist der Schlüssel zum Erfolg. Ziel ist es sicherzustellen, dass die Tiere genügend Futter bekommen und dass das Gras ohne große Verluste verwertet wird.

Deshalb muss das Weidesystem und der Anteil der Weide am Gesamtfutter mit dem aktuellen Graswachstum abgestimmt werden.

Verzwickt wird es dann, wenn man das Fütterungspotential der Weide ausschöpft, aber den Grasbestand nicht erschöpft. Beweidung und Zufütterung müssen so angepasst werden, dass die Kühe immer ausgefüttert sind.

Sehr hilfreich ist hier ein Weidetagebuch zu führen. Damit kann man flexibler auf Veränderungen bei Fütterung und Pflanzenbestand reagieren kann.

Exkurs Ergänzungsfutter beim Weiden

Das Ergänzungsfutter richtet sich nach dem Anteil der Weide

Eine gute Beweidung bedeutet eine hohe Futterqualität. Der Energiegehalt bei optimaler Nutzung des Futteraufwuchses ist vergleichbar mit dem der Maissilage. Im Frühjahr ist er sogar noch höher und übersteigt 7 MJ NEL/kg TM. Es verbessert zudem die Proteinversorgung des Grundfutters.

Die Futteraufnahme nimmt zu, da Kühe vor allem im Frühjahr junges, zuckerreiches Futter gegenüber Silage bevorzugen. Dadurch sparen Sie Kraftfutter- und Futterkosten. Auch das Aufwachsen von Jungfutter zeichnet sich durch einen hohen Vitamingehalt und wertvolle Fettsäuren aus, die sich positiv auf die Tiergesundheit und Produktqualität auswirken.

Passen Sie das Kraftfutter an den Weideanteil an

Wenn sich Ihre Kühe an die Weide gewöhnt haben, lassen Sie sie hungrig auf die Weide, um nutzbringend zu fressen. Je mehr sie weiden, desto weniger Kraftfutter benötigen Sie.

Je länger die Weidezeit und je höher der Weideanteil in der Ration, desto wichtiger ist der Kraftfuttereinsatz. Beispielsweise besitzt Körnermais Komponenten, die vermehrt langsam abgebaut werden.

Eine Proteinergänzung ist nur bei hohen Milchleistungen von 25 – 32 kg Milch pro Kuh und Tag erforderlich, je nach Weide- oder Maisanteil.

Milchharnstoffgehalt als Indikator

Der Gehalt des Milchharnstoffs ist ein wichtiges Bewertungskriterium. Liegt sein Wert über 250 mg/kg Milch, so geben Sie besser keine zusätzliche Proteinergänzung hinzu. Das kann sogar schädlich sein.

Reduzieren Sie den Kraftfuttereinsatz bei Siesta- oder Halbtagesweiden kann. Ohne einem Energieeinbruch kann es gegenüber der Winterfütterung um ca. 2-3 kg reduziert werden. Nicht vergessen: Jedes Gramm Kraftfutter ersetzt kostengünstigeres Weidefutter.

Aus wirtschaftlicher und pansenphysiologischer Sicht sollten hohe Dosen von Kraftfutter vermieden werden. Schon eine Konzentration von 2-3 kg Futter pro Kuh und Tag kann zu Verdauungskrankheiten führen.

Versuche bei Vollweide haben gezeigt, dass bei Maximierung des Beweidungspotenzials während der gesamten Beweidungszeit von März bis Oktober eine durchschnittliche Milchleistung von 20 bis 25 kg pro Tier und Tag (Mittelwert: 23 kg ML) allein auf der Weide erreicht werden kann.

Kleegras

2. Wie sieht der Grasbestand aus?

Ist die Grasnarbe dicht und trittfest? Das ist eine Voraussetzung für erfolgreiches Weiden. Die rasenbildenden Gräser sollten den größeren Anteil ausmachen. Für das intensive Weiden sind die Grasarten Deutsches Weidelgras und Wiesenrispenart am geeignetsten. Sie sind trittstabil, sehr dicht, ertragreich und schmackhaft. Die Futterqualität ist sehr hoch.

Zudem empfehlen sich Kleegrasmischungen mit einem hohen Anteil an Leguminosen auf der Weide für mehr Schmackhaftigkeit im Futter, zur Stickstofffixierung und für einen hohen Rohproteingehalt.

3. Auswahl eines Weidesystems

Es gibt viele unterschiedliche Beweidungssysteme wie Standweide, Rotationsweiden, Umweiden oder Streifenweide. Das Weidesystem muss zu Ihrem Betrieb passen. Denn die weidefähige Fläche, bestimmt den Anteil des Futters, dass aufgenommen werden kann. Daraus ergeben sich dann Zeitspanne, welche die Kühe pro Tag auf der Weide verbringen. Und die Entscheidung für Teil- oder Vollweide.

Bei der Teilweide decken die Kühe weniger als 80 Prozent ihre Grundfutterbedarfs ab. Der Rest wird im Stall zugefüttert. Dieses Verfahren ist für Betriebe mit wenig hofnahen Weiden geeignet.

Auf der Vollweide holen sich die Tiere fast 100 Prozent ihres Futters. Im Stall erhalten sie kein oder fast kein Raufutter. Es ist geeignet für Betriebe mit 0,3-0,5 ha Weidefläche pro Kuh. Die Flächen sollten hofnah sein oder mit einem mobilen Melkstand nutzbar sein.

Beweidung im Rotationsverfahren ist sehr beliebt, weil es sich gut mit der Bestallung verträgt:

  1. Ergänzungsfutter kann in gleichmäßigeren Mengen verabreicht werden
  2. Robotermelken wird ermöglicht
  3. Hohe Milchproduktion
  4. Verbesserung der Grasaufnahme im Herbst

Das richtige Weidesystem zu finden ist ein stetiger Prozess. Durch Ausprobieren etablieren sich häufig Mischformen der klassischen Weidesysteme.

4. Berechnung des Flächenbedarfs

Wenn Sie eine Auswahl getroffen haben, dann fangen Sie an zu rechnen. Wie viele Hektar Weidefläche stehen Ihnen zur Verfügung? Wie viele Stunden pro Tag können Ihre Kühe im Freien sein?

Für die Futteraufnahme auf der Weide kann von einer täglichen Menge von 14-18 kg Trockenmasse pro Kuh ausgegangen werden. Das entspricht circa 80-100 kg Grünfutter. Wird Teilweide angestrebt, dann muss dieser Wert nach unten korrigiert werden.

Nehmen Sie die Beweidung in Ihren Düngeplan auf. Passen Sie die Düngerausbringungsraten nach unten an, und zwar für abgeweidete Flächen.

5. Rechtzeitig mit der Beweidung starten

Fangen Sie so früh es geht im Frühjahr mit der Beweidung an. Warten Sie nicht, bis der erste Schnitt in der Silage ist. Die Weidebedingungen können bereits Mitte März perfekt sein. Der richtige Zeitpunkt ist entscheidend für die Grasnarbe, weil der Grasbestand dichter wird.

Die Fütterung auf der Weide spart Arbeitszeit, die Futtervorlage entfällt. Eine gut geführte Weide spart außerdem teures Kraftfutter.

Rinder sind Weidetiere. Auf der Weide können Sie ihr arteigenes Verhalten voll ausleben. Rangauseinandersetzungen sind seltener. Auch die Gesundheit der Klauen verbessert sich schneller.

Die besten Tipps zur Beweidung

  • Treiben Sie Ihre Tiere auf eine Weide, die mit zu hohem Aufwuchs in den Winter gegangen ist. Es wird von Kühen gerne gefressen und verbessert die Qualität der Silage. Dann können sie auf die eigentliche Weide.
  • Nach einer Frostperiode anwalzen und oder striegeln nicht vergessen. Maulwurfshügel müssen beseitigt werden.
  • Reinigen Sie die Wassertröge und prüfen Sie ihre Funktionstüchtigkeit. Sind die Weidezugänge sauber?
  • Die nahen Stallweiden, die im 1e Schnitt gemäht und im 2e Schnitt abgeweidet werden, sollten fast immer in zwei Etappen gemäht werden. Dieses einfache Verfahren erleichtert das Beweiden im Juni erheblich.
Kühe Melkmaschine

Fazit

Eine gut geführte Weide hat viel Potenzial. Wer die Beweidung zeitig im Frühjahr beginnt, der schafft die Voraussetzungen für eine wirtschaftliche und erfolgreiche Weidesaison.

Dies erleichtert eine moderate Futterumstellung und wirkt sich positiv auf den Weidepflanzenbestand aus.

Achten Sie darauf, dass das Ergänzungsfutter an das Weidefutterangebot angepasst ist. So bleiben Ihre Kühe leistungsstark und gesund.

Egal, ob ganztägige, halbtägige oder Stunden-Beweidung: Bei Kurzrasenbeweidung, Portions- oder Umtriebs-Koppelbeweidung kann preiswertes Raufutter helfen, die Futterkosten zu senken.

Für eine erfolgreiche Beweidung und hohe Milcherträge empfehlen wir unsere starken Graspartner und Kleegrasmischungen.

Beispielsweise ist unser Schwyz M HS Kleegras eine ausdauernde Kleegras-Mischung, die auch auf trockenen Böden gut gedeiht. Dank seines hohen Klee-Anteils von 19% ist es super geeignet für Milchleistungsoptimierer.

Oder A1 Eco HS Ackerfutter: Dieses Ackerfutter lässt sich auf allen Bodenarten anbauen, auch als Weidengras.

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